Digitalsteuer

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Neue Digitalsteuer in Österreich

Die Digitalsteuer erregt schon seit längerer Zeit großes Aufsehen.
 
Doch was hat es damit auf sich und wo betrifft es möglicherweise auch dich?
 
Die Digitalsteuer ist eine Erweiterung der bestehenden Werbeabgabe, die nun nicht nur Printmedien, sondern auch Onlinewerbungen betrifft. Gleich wie die Werbeabgabe beträgt die Digitalsteuer 5%. Als Onlinewerbung bzw. Onlinewerbeleistungen zählen Werbeschaltungen auf digitalen Schnittstellen, insbesondere in Form von Bannerwerbung, Suchmaschinenwerbung usw.

Betroffen sind sogenannte Online-Werbedienstleister, die einen weltweiten Jahresumsatz von 750 Mio. und einen Jahresumsatz von 25 Mio. Euro in Österreich erwirtschaften. Diese Steuer sollte vor allem große Werbedienstleister bzw. ausländische Internet-Giganten wie Google, Facebook und Amazon betreffen.
 
Digitalsteuer (aktuelle Lage)
 
Das derzeitige ist, dass diese Steuer nicht jene «Big Player» trifft. Denn diese folgen nun Google’s Beispiel und verrechnen für Werbeschaltungen in Österreich die 5% einfach den Werbetreibenden weiter. Damit trifft diese Steuer nicht wie geplant die ausländischen Internet-Giganten, sondern alle österreichischen Unternehmen, die beispielsweise Werbung auf Google oder Bing schalten.
 
Was bedeutet dies für Unternehmen?
 
Für KMUs bedeutet dies, dass Online Werbungen, die österreichische User ansprechen wollen, um 5% teurer als in anderen Ländern werden. Vermutlich werden weitere Internet-Giganten mitziehen und die Preise der Online Werbungen um jene 5% anheben.

Kritik kommt nicht nur von der heimischen Wirtschaft, sondern auch von der Bundessparte Handel und vom Bundesgremium für Versand-, Internet und allgemeinen Handel in der Wirtschaftskammer. Sie verlangen eine harmonisierte internationale Lösung auf OECD-Ebene. So sollten faire Wettbewerbsbedingungen und somit auch eine steuerliche Gleichbehandlung der Unternehmen geschaffen werden.

Es ist offensichtlich, dass die Digitalsteuer von der österreichischen Regierung nicht zu Ende gedacht wurde und ein weiteres klares Beispiel für das fehlende Verständnis, wie das Internet funktioniert. Zu hoffen ist, dass dieser Missstand schnellstmöglich behoben wird, um den Schaden für den österreichischen Händler und Dienstleister nicht noch weiter zu vergrößern.

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