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EUROPEAN ACCESSIBILITY ACT

von Duncrow GmbH

Liebe Krähenfreunde

Ab Juni 2025 tritt die EU-Richtlinie „2019/882“ (European Accessibility Act - EAA) zur digitalen Barrierefreiheit in Kraft. Sie stellt sicher, dass Menschen mit Beeinträchtigung uneingeschränkt Zugang zu Bankdienstleistungen, Computern, E-Books usw. haben – und eben auch zu Internetseiten.

Für betroffene Unternehmen bedeutet das: Sie müssen ihre Produkte und Services auf digitale Barrierefreiheit prüfen und gegebenenfalls entsprechend den gesetzlichen Vorgaben optimieren. Bei Nichtkonformität drohen hingegen neben entgangenen Kundenkontakten auch empfindliche Geldstrafen in Höhe von bis zu 100.000 Euro.

 

 

Welche Unternehmen sind betroffen?

Sie gilt heute bereits für Behörden, ab 2025 für mittelständische Dienstleister mit mindestens 10 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 2 Millionen bzw. einer Bilanzsumme von über 2 Millionen Euro sowie für Produkthersteller jeglicher Unternehmensgröße. Grundlage für die Umsetzung der digitalen Barrierefreiheit ist die europäische Norm EN 301 549. Sie legt fest, welche technischen Voraussetzungen barrierefreie Internetseiten sowie digitale Dienstleistungen und Produkte erfüllen müssen.

 

Betroffene Produkte

  • Computer und Betriebssysteme
  • Smartphones und andere Kommunikationsgeräte
  • TV-Geräte im Zusammenhang mit digitalen Fernsehdiensten
  • Geldautomaten und Zahlungsterminals (z. B. Kartenzahlungsautomaten in Supermärkten)
  • E-Reader Fahrkartenautomaten und Check-in-Automaten

Betroffene Dienstleistungen

  • Telefonische Dienste
  • Bankdienstleistungen
  • E-Commerce (Elektronischer Geschäftsverkehr)
  • Webseiten, mobile Dienste, elektronische Tickets und weitere Informationsquellen für Flug-, Bus-, Bahn- und Schiffsverkehrsdienste
  • E-Books
  • Zugang zu audiovisuellen Mediendiensten (AVMS)
  • Anrufe bei der europäischen Notrufnummer 112

Zukünftig wird bei betroffenen Produkten die digitale Barrierefreiheit Teil der EU-Konformitätserklärung sein. Hersteller müssen daher sicherstellen, dass sie bei der CE-Kennzeichnung ihrer Produkte die Auflagen des European Accessibility Acts erfüllen.

 

Was Unternehmen über die EN 301 549 wissen sollten...

Die Norm EN 301549 möchte sicherstellen, dass alle auf der Internetseite angebotenen Informationen und Funktionen für alle Nutzer zugänglich sind – unabhängig von etwaigen körperlichen, geistigen oder auch technischen Einschränkungen. Deshalb enthält die Norm einerseits gestalterische Regularien, andererseits aber auch technische Anforderungen. Erstere beinhalten beispielsweise den hohen Kontrast zwischen Text und Hintergrund und eine angemessene Schriftgröße. Beides ist wichtig für Personen mit Farbenblindheit oder Rot-Grün-Schwäche, aber auch generell für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen. Außerdem gehören zu den gestalterischen Anforderungen ein möglichst einfacher und übersichtlicher Seitenaufbau und eine klar verständliche Sprache in den Texten. Mindestens ebenso wichtig sind die technischen Vorgaben. So müssen Firmen auf ihren Internetseiten die Verwendung von assistiven Technologien unterstützen. Diese beinhalten zum Beispiel Screenreader, also eigens entwickelte Vorleseprogramme. Außerdem muss es Nutzern ermöglicht werden, die Schriftgröße einer Webseite zu verändern und sich via Bild- und Videotranskript den Inhalt von Bildern und Videos vorlesen zu lassen.

Vorausschauend handeln lohnt sich

Wer sich rechtzeitig mit der neuen Norm beschäftigt und erfahrene Experten einbezieht, profitiert deutlich, denn Barrierefreiheit eröffnet zusätzliche Kundenpotenziale. Wir übernehmen für dich! Melde dich bei uns und wir stehen dir mit unserem Know-How zur Seite.

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