Microsoft bringt den Startknopf zurück

von Patrick Tröszter

Windows-Computer sollen nicht nur wieder direkt mit dem klassischen Windows-Desktop starten können, mit Windows 8.1 kommt auch der Startknopf zurück. Das klassische Startmenü wird aber wohl nicht zurückkehren.

Mit dem Update auf Windows 8.1 nimmt Microsoft einige Entscheidungen von Windows 8 wieder zurück. So soll die kommende Windows-Version wieder einen Startknopf auf dem Desktop erhalten, wie The Verge aus Quellen erfahren hat, die mit den Plänen Microsofts vertraut sind, aber nicht genannt werden wollen. Damit soll sich der Windows-8-Startbildschirm leichter mit der Maus öffnen lassen. In Windows 8 muss der Nutzer mit dem Mauspfeil in ein quasi nicht sichtbares Feld in der linken unteren Displayecke fahren, um den Startbildschirm mit der Maus zu öffnen.

Kontrovers wurde zur Markteinführung von Windows 8 diskutiert, wie sinnvoll es ist, den Windows-Startknopf nicht mehr anzuzeigen. Viele Anwender sind an den Bedienknopf gewöhnt und offenbar hat sich Microsoft entschieden, die Kritik daran zu berücksichtigen. Für Windows 8 existieren aus diesem Grund bereits mehrere Anwendungen, die den Startknopf zusammen mit dem klassischen Startmenü zurückholen. Noch vor der Markteinführung von Windows 8 hatte Microsoft den Verzicht auf den Startknopf verteidigt.

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Windows 8.1 eine Option erhalten wird, mit der Nutzer wieder nach einem Systemneustart oder beim Anmelden direkt den klassischen Windows-Desktop sehen können. Seit Windows 8 erscheint nach dem Start des Betriebssystems oder der Anmeldung immer erst der bildschirmfüllende Startbildschirm. Dies bleibt die Standardeinstellung. Wer direkt in den klassischen Windows-Desktop starten will, muss das erst aktivieren.

Eine offizielle Vorabversion von Windows 8.1 alias Windows Blue wird für die kommenden Monate erwartet. Möglicherweise wird sie zur Entwicklerkonferenz Microsoft Build Ende Juni 2013 vorgestellt. Die fertige Version wird wohl Ende des Jahres erscheinen.

Quelle: golem.de